Behand­lungen

Linsen-OP – Leben ohne Brille durch moderne Kunst­linsen

Die refrak­tive Linsen­chir­urgie eignet sich vor allem für die Korrektur höherer Fehlsich­tig­keiten. Dabei wird entweder die natür­liche Linse entfernt und durch eine Kunst­linse ersetzt, oder eine zusätz­liche Kunst­linse zur natür­li­chen Linse implan­tiert. Diese kann vor, an oder hinter der Regen­bo­gen­haut platziert werden. Die passende Linsenart wird in einem persön­li­chen Gespräch mit Ihrem Augen­spe­zia­listen ausge­wählt, wobei indivi­du­elle Bedürf­nisse und die anato­mi­schen Gegeben­heiten berück­sich­tigt werden.

PIOL – die ergän­zende Linse

Sogenannte phake Linsen sind zusätz­liche, künst­liche Linsen, welche meist in die Vorder­kammer des Auges implan­tiert werden. Das heißt, die körper­ei­gene Linse bleibt bestehen und die Scharf­ein­stel­lung zwischen Objekten in Ferne und Nähe (Akkom­mo­da­tion) ist weiterhin ohne Probleme möglich.

Diese moderne Methode der Korrektur wird zunehmend bei höheren Fehlsich­tig­keiten angewandt und verbindet hohe persön­liche Ansprüche mit sehr guten visuellen Ergeb­nissen. Phake Linsen bieten maximale Bewegungs­frei­heit, sind unsichtbar, komfor­tabel und im Gegensatz zu anderen refrak­tiven Behand­lungen jederzeit rever­sibel.

Grund­le­gende Voraus­set­zung für eine solche Implan­ta­tion sind umfas­sende Vorun­ter­su­chungen, welche sicher­stellen, dass zum Beispiel eine ausrei­chende Vorder­kam­mer­tiefe sowie eine genügend hohe Anzahl an Endothel­zellen der Hornhaut vorhanden sind. Jene Zellen sind maßgeb­lich wichtig, um die Aufrecht­erhal­tung der Funktion der Hornhaut sicher­zu­stellen. Somit wird diese Messung bei VISIONAER in Berlin und Wittenberg auch während der Nachun­ter­su­chungen regel­mäßig durch­ge­führt.

Die ambulante Operation dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Hierbei wird die phake Linse durch einen minimalen Zugang von 2,0 bis 2,5 mm an der Regen­bo­gen­haut fixiert. Der minimal-invasive Eingriff ermög­licht eine schnelle Wundhei­lung und führt in kürzester Zeit zu einer stabilen Sehleis­tung.

Dank der hochwer­tigen Materi­al­ei­gen­schaften kann die Linse über Jahrzehnte im Auge verbleiben. Bei fortschrei­tender Alters­weit­sich­tig­keit kann es sinnvoll sein, später die Vorder­kam­mer­linse zu entfernen und eine Korrektur der Alters­weit­sich­tig­keit operativ zu bespre­chen. Phake Linsen werden vor allem bei Patien­tinnen und Patienten einge­setzt, die aufgrund sehr hoher Fehlsich­tig­keit oder Hornhaut­ver­än­de­rungen für eine Laser­be­hand­lung nicht geeignet sind.

Refrak­tiver Linsen­tausch – neue Sehkraft im gehobenen Alter dank Multi­fo­kal­linsen

Bei Patienten mit fortge­schrit­tener Alters­sich­tig­keit oder begin­nendem Katarakt wird die körper­ei­gene Linse entfernt und durch eine künst­liche Linse ersetzt. Diese kann sowohl monofokal als auch multi­fokal sein. Monofo­kale Linsen berück­sich­tigen lediglich die Korrektur für eine Sehdi­stanz, wobei das Sehen meist auf die Ferne optimiert ist. Für nahe oder mittlere Entfer­nungen benötigen die Patienten in der Regel eine zusätz­liche Lese- oder Bildschirm­brille. Im Gegensatz dazu können Patien­tinnen und Patienten mit multi­fo­kalen intraoku­laren Linsen in allen Sehbe­rei­chen weitge­hend ohne Brille auskommen und profi­tieren von einem natür­li­chen Sehkom­fort.

Der Ablauf des refrak­tiven Linsen­tau­sches ähnelt dem einer Katarak­t­ope­ra­tion. In einem ausführ­li­chen Beratungs­ge­spräch und während der notwen­digen Vorun­ter­su­chungen nehmen sich Ihre Fachärzte für Augen­heilkunde gerne Zeit, um auf Ihre Sehbe­dürf­nisse einzu­gehen und Sie entspre­chend zu beraten.